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Hochschulreform in Frankreich: Mehr Innovation und wirtschaftliche Entwicklung durch mehr Autonomie und Investitionen
NewsAutonomie und finanzieller Spielraum für neue Kooperationsformen

Staatspräsident Nicolas Sarkozy hielt sein Versprechen, im Zeitraum 2007-2012 9 Mrd. € in Hochschulbildung und Forschung zu investieren, um sie zur tragenden Säule nachhaltigen Wachstums zu machen:

- Die Mittel der Hochschulen wurden in fünf Jahren um 627 Mio. € aufgestockt, im Vergleich zu nur 527 Mio. € in den letzten zehn Jahren. Das Budget der Universitäten wurde seit 2007 durchschnittlich um 23 % erhöht; die Ausgaben pro Studierendem sind von 8 619 € im Jahre 2006 auf 10 180 € gestiegen (+ 18%).

- Zu diesen regelmäßigen Aufwendungen kommen einmalig 5 Mrd. € aus dem Campus-Plan und 20,6 Mrd. € zur Schaffung international angesehener Exzellenzzentren in ganz Frankreich.

Die Arbeitsplätze in Hochschulen und Forschung wurden erhalten. Mit dem 2009 ins Leben gerufenen Programm Plan carrières wurden insgesamt 271 Mio. € für die Mitarbeiter bereitgestellt. Dies ermöglicht schnellere Aufstiegsmöglichkeiten, höhere Gehälter für junge Dozenten (plus 12 % bis 25 %), Berücksichtigung aller Tätigkeiten, Einführung einer Prämie für herausragende wissenschaftliche Leistungen in Höhe von 3 500 € bis 15 000 € jährlich und eine Verdoppelung der Prämie für Forscher mit Lehrtätigkeit.

Eine größere Autonomie für mehr Leistungsfähigkeit

Das Gesetz vom 10. August 2007 zur Ausweitung der Freiheiten und Verantwortlichkeiten der Universitäten hat eine Annäherung an internationale Standards ermöglicht. Die Universitäten haben neue Handlungsspielräume erhalten: Sie können im Rahmen eines projet d’établissement ihre Ziele und Aktionspläne festlegen, eigene Forschungs- und Ausbildungsstrategien verfolgen und eine echte Personalpolitik betreiben. Bis 2012 sollen die Zuständigkeiten aller Universitäten ausgeweitet werden und sie sollen die Möglichkeit bekommen, die ihnen zugeteilten Immobilien käuflich zu erwerben. Ihre Mittel beinhalten künftig die Löhne und Gehälter und richten sich nach den Leistungen in den Bereichen Forschung, Erfolgsquoten und berufliche Eingliederung der Studierenden.

90 % der Universitäten konnten aufgrund ihrer beachtlichen Modernisierungsleistungen bei der Haushalts- und Rechnungsführung, bei Personalentscheidungen und bei den Informationssystemen bereits ein Jahr vor dem geplanten Zeitpunkt ihre neue Autonomie erlangen.

Schließlich haben die Universitäten nun die Möglichkeit, Stiftungen einzurichten, um ihre Mittel aufzustocken und vielseitiger zu gestalten. Dadurch wurden auch die Beziehungen zu den Unternehmen intensiviert. In vier Jahren sind 41 Stiftungen mit nahezu 200 Projekten in den Bereichen Forschung, Ausbildung, studentisches Leben und berufliche Eingliederung entstanden. Etwa 60 weitere Stiftungen sind derzeit geplant.

Regionale Kompetenzzentren für Bildung und Forschung

Die erweiterte Autonomie hat auch die Entwicklung der Standortpolitik begünstigt. Mit der Schaffung von fakultätsübergreifenden Forschungsgruppen und doppelt betreuten Diplomen, der zunehmenden Bedeutung der Zentren für Forschung und Hochschulwesen (PRES), dem Campus-Plan und dem Programm „Zukunftsinvestitionen“ hat 2007 eine Annäherung zwischen Universitäten, Grandes Ecoles, Forschungseinrichtungen und Unternehmen eingesetzt. Das verdeutlichen die Zusammenschlüsse der Straßburger, Marseiller und Lothringer Universitäten.

Die im Rahmen des Haushaltsplans für Forschung von 2006 eingesetzten PRES sorgten für eine Strukturierung der Hochschullandschaft durch die Schaffung von regional verankerten Kompetenzzentren für Bildung und Forschung. Bereits 56 Universitäten und zahlreiche Einrichtungen (Ingenieurs- und Managementschulen, Institute für Politikwissenschaften, Polytechnische Hochschulen, Forschungslabore, Kliniken) sind in den mittlerweile 21 PRES verbunden, in deren Rahmen sie gemeinsame Kompetenzen ausüben (Promotionsverfahren, Öffentlichkeitsarbeit, internationale Beziehungen), über ein abgestimmtes und übersichtliches Bildungsangebot verfügen und interdisziplinäre Forschungsprojekte leiten.

Die PRES spielten außerdem eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung des Campus-Plans – einer breit angelegten Modernisierung der Universitätsgebäude im Umfang von über 5 Mrd. €. Ziel war die Schaffung von 12 Exzellenzcampus, die insgesamt 46 Universitäten, 40 Eliteschulen und die wichtigsten Forschungseinrichtungen verbinden. 760 000 Studenten und 24 000 Forscher profitieren von der Schaffung der Cluster, die Lehre, Grundlagenforschung, Innovation und Unternehmertum vereinen. Sie gehören ebenfalls zu den wichtigsten Projekten des Programms „Zukunftsinvestitionen“.

Erfolg im Studium: Betreuung und Vorbereitung auf die Arbeitswelt

Besser ausgebildete Studenten – vom Grundstudium bis zur Promotion

2007 wurde mit Plan Licence ein mit 730 Mio. € dotiertes Programm zur Reduzierung der Studienabbrecherzahl ins Leben gerufen. Mit dem Ziel, die Licence (entspricht dem deutschen Bachelor) wieder attraktiver zu machen, führte die Regierung seit Dezember 2010 umfassende Gespräche mit Universitätsvertretern und den Sozialpartnern, die Anfang Juli in eine Verordnung über die Ziele der neuen Licence mündeten.

Dieser neue Rechtsrahmen bietet den Universitäten einen größeren Spielraum und den Studenten mehr Sicherheit und trägt dem akademischen Anspruch Rechnung, indem die Mindestanzahl an Unterrichtsstunden auf künftig 1 500 Stunden für das gesamte Studium erhöht wird.

Die Reform ermöglicht zudem individuellere Laufbahnen durch flächendeckende Einführungs-, Unterstützungs- und Neuorientierungsangebote (Lehrkraft-Referenten, Tutorien), Exzellenz-Studiengänge („Vorbereitungsklassen“, Doppel-Licences) und Möglichkeiten des Quereinstiegs.

Schließlich wird die Licence noch stärker auf den Berufseinstieg ausgerichtet und für Studenten und Arbeitgeber übersichtlicher gestaltet: Jeder größere Fachbereich bietet künftig Informationsmaterial über die Ausbildungsziele, Inhalte, Unterrichts- und Bewertungsmethoden sowie über die von den Hochschulabsolventen erwarteten Kompetenzen.

Neben der Licence werden auch einige andere Ausbildungsvarianten neu gestaltet:

- 2010 wurde ein Ideenwettbewerb gestartet, um mit Hilfe von innovativen Projekten die Erfolgsquote bei der Ausbildung zum „technicien supérieur“ (Fachdiplom, Studienzeit: vier Semester) zu erhöhen. Den Schwerpunkt bilden: bessere Betreuung, Ermutigung der Studenten zu einem weiterführenden Studium, erleichterte Wechselmöglichkeiten, Ausbau der dualen Berufsausbildung und Anpassung der Ausbildung an die Entwicklung der Technologien und des Arbeitsmarktes.

- Bessere Berufsaussichten, mehr Attraktivität und erfolgreiche Abschlüsse sind die Ziele der Reform der geisteswissenschaftlichen „Vorbereitungsklassen“ (Regelstudienzeit: vier Semester) für die Grandes Ecoles und der Schaffung einer gemeinsamen Prüfungsdatenbank an den Écoles normales supérieures und deren Ausweitung ab 2011 auf die Wirtschafts- und Managementschulen, auf die Institute für Politikwissenschaften sowie auf weitere Hochschuleinrichtungen.

- Der einheitliche Doktorandenvertrag verschafft den Nachwuchsforschern neue Sicherheiten, denn er macht die Promotion zu einer vollwertigen Berufserfahrung: Die Promotionszeit wird als Berufszeit gezählt und kann für den Rentenanspruch geltend gemacht werden. Der Vertrag umfasst Ausbildung und Vorbereitung auf den Berufseinstieg und gilt für sämtliche Tätigkeitsbereiche in der Forschung (Beratung, Entwicklung usw.). Dies steigert die Einstellungschancen der Doktoranden und eröffnet ihnen neue Berufsaussichten, insbesondere in der Privatwirtschaft.

Bessere Betreuung der Studierenden, mehr Chancengleichheit

Die Erweiterung der Stipendienvergabe auf 10 Monate für das Studienjahr 2011/2012 vollendet die 2008 in Kraft getretene Reform der Stipendienvergabe nach sozialen Kriterien. Dank der regelmäßigen Anpassung der Bemessungsgrundlagen konnte sowohl die Fördersumme (um durchschnittlich 20 % und um bis zu 26 % für Studenten aus einkommensschwachen Haushalten) als auch die Anzahl der Stipendiaten erhöht werden (+25,4 % seit 2007).

Zu den nach sozialen Aspekten vergebenen Stipendien kommen Leistungsstipendien für Abiturienten mit Bestnote und für 20 % der besten Studenten mit einem Licence-Abschluss (fast 21 000 im Studienjahr 2009/2010) sowie Mobilitätsbeihilfen für Studierende, die an einem internationalen Austauschprogramm teilnehmen oder ein Praktikum im Ausland absolvieren.

Gleichzeitig wurden seit 2007 beachtliche Erfolge bei der Bereitstellung von Unterkünften für Studierende erzielt:

- Neubau und Sanierung von Wohnheimen: In 5 Jahren wurden mehr als 55 000 Zimmer zur Verfügung gestellt. Mit dem Bau von 5 870 neuen Sozialwohnungen für Studierende im Jahr 2011 wurde im zweiten Jahr in Folge das Ziel von über 5 000 neuen Wohnungen pro Jahr erreicht. In 4 Jahren wurden die Mittel für Studentenunterkünfte von 64 Mio. € auf 137 Mio. € verdoppelt. Im Campus-Plan ist darüber hinaus der Bau von weiteren 8 000 Wohnungen vorgesehen.
- Umwidmung bestehender Gebäude (Umnutzung von militärischen Einrichtungen, modulares Bauen, Gemeinschaftswohnungen, generationenübergreifendes Wohnen, Exzellenz-Internate) und vereinfachter Zugang zum privaten Wohnungsbestand: Die regionalen Studentenwerke CROUS bieten im Rahmen des Programms „Wohnen in der Stadt“ jedes Jahr über 50 000 Wohnungen an, die über eine Internetseite (www.lokaviz.fr) gebucht werden können.

- Verstärktes Vorgehen gegen überhöhte Mieten: Strafgebühren für Mieten über 40 €/m2 bei einer Wohnfläche bis 13 m2; Unterzeichnung eines Verhaltenskodex durch die Vermieter, verstärkte Kontrollen und Aufklärung der Studierenden.
Probeweise Einführung eines „Passes für eine Studentenunterkunft“ zu Beginn des Studienjahres 2011 in zwei Regionen. Der Pass bietet allen Studenten für jede Art von Unterkunft die Möglichkeit einer Solidarbürgschaft für Mietrückstände und die Aufnahme eines Darlehens für die Kaution.

Im Rahmen des 2010 auf den Weg gebrachten „Plans zur Erneuerung der Bibliotheken“ ermöglichte die Regierung durch die Bereitstellung von über 1 Mio. Euro jährlich eine Verlängerung der Bibliotheksöffnungszeiten: Zum Semesterbeginn 2011 öffnen 98 Universitätsbibliotheken mindestens 60 Stunden/Woche und 42 mindestens 65 Stunden (gegenüber 34 im Jahr 2010); 8 Bibliotheken haben ihre Öffnungszeiten sogar auf über 72 Stunden ausgeweitet und zwei haben sonntags geöffnet. Künftig haben die Uni-Bibliotheken durchschnittlich 61 Stunden geöffnet (gegenüber 58 Stunden im Jahr 2008).

Weitere Maßnahmen in diesem Rahmen sind eine verbesserte Einkaufspolitik, die Entwicklung der Digitaltechnik, insbesondere durch die Schaffung eines nationalen Instruments zur Koordinierung von Einkäufen elektronischer Ressourcen, und der Aufbau einer neuen Generation von Bibliotheken, so genannter learning center, die funktioneller und besser ausgestattet sind.

Chancengleichheit bedeutet auch das Recht auf Information und Beratung für alle. Deshalb hat die Regierung die Beratung zu einer Aufgabe der Universitäten gemacht und durch das Gesetz vom 24. November 2009 eine öffentliche Informations- und Beratungsstelle für alle Altersklassen ins Leben gerufen. Durch eine engere Verknüpfung von Gymnasien und Universitäten können sich die Schüler in ihrem letzten Jahr vor dem Abitur über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten, Zulassungsbedingungen und Berufschancen informieren. Das Internetportal „admission post-bac“ bietet künftigen Studenten einen Überblick über das Ausbildungsangebot und regt sie dazu an, bereits vorab über ihr Studium nachzudenken. Und schließlich wird den Schülern eine aktive Studienberatung von den Universitäten angeboten. All diese Maßnahmen helfen bei der Entscheidung für die richtige Ausbildung in Einklang mit den individuellen Zukunftsplänen.

Und schließlich soll Jugendlichen aus sozial schwächeren Milieus der Zugang zu Exzellenz-Studiengängen erleichtert werden: Der Präsident kündigte am 17. Dezember 2008 an, dass 30 % der Plätze in den Vorbereitungsklassen für die Grandes Ecoles für Stipendiaten zur Verfügung stehen sollen. Aktuell beträgt ihr Anteil 24,5 % an den Ingenieursschulen (gegenüber 16% im Jahr 2007) und 23,2 % an Managementschulen. Heute entstehen neue Perspektiven für die soziale Öffnung der Hochschulen: Dafür steht nicht nur das wachsende Interesse an der Initiative Cordées de la réussite zur Förderung von Studierenden aus sozial benachteiligten Verhältnissen, die auf Partnerschaften zwischen Gymnasien und Hochschulen basiert, sondern auch der Ausbau von Quereinstiegsmöglichkeiten aufgrund von beruflicher oder akademischer Erfahrung sowie der dualen Ausbildung (2010 waren mehr als 110 000 Auszubildende an einer Hochschule eingeschrieben; mehr als doppelt so viele wie 2001), die Aufwertung von Ausbildungen im technischen Bereich und die Ausweitung von prüfungsbasierten Auswahlverfahren.
Quelle: Presseabteilung der französischen Botschaft

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24. Januar 2016 14:56:01
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06. November 2015 19:09:27
Hier gilt es, für die Hela zu voten: http://www.radiob.
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28. Oktober 2015 20:31:24
Schüler der Hela in Bitterfeld bewerben sich für ein Konzert mit Glasperlenspiel an ihrer Schule. Bitte votet http://www.radiob.
..ndarschule

22. Juni 2015 17:45:11
hab ich da was mal wieder verpasst Angry Angry wo bleibt meine Mucke heullllllllllllll.
warn ne geile Zeit muss ich schon sagen

21. Juni 2015 13:06:08
Wird schon weiter gehen Grin aber erst einmal Kraft schöpfen für neue Aufgaben Wink

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