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GEW: Dramatische Zunahme des Unterrichtsausfalls an Sachsen-Anhalts Schulen Ursachen: Krankheit, Überalterung, zu kleiner Neueinstellungskorridor
NewsIm Schuljahr 2010/11 verschlechterte sich die Situation zu den Vorjahren erheblich. Mehr als eine Million Unterrichtsstunden, das sind ca. 10 %, wurden nicht planmäßig erteilt.

Lippmann betonte, dass der Hauptgrund für diese Entwicklung in der krankheitsbedingten Abwesenheit der Lehrkräfte liegt. Allein der Anteil langzeiterkrankter Lehrkräfte habe sich in den letzten sieben Jahren mehr als verdoppelt. Die Ursachen liegen vor allem in der Überalterung des Lehrpersonals und den ständig wachsenden Anforderungen. So gäbe es z.B. allein in der stärksten Altersgruppe der 56-Jährigen (913) fast genauso viele Lehrkräfte, wie in allen Altersgruppen der unter 40-Jährigen zusammen (1.102). Statistisch gäbe es somit an jeder Schule des Landes nur etwa eine Lehrkraft unter 40 Jahren.

Die GEW erwartet, dass sich die Situation in den kommenden Jahren weiter dramatisch zuspitzt, wenn die Landesregierung an ihren bisherigen Personalplanungen für den Lehrkräftebereich festhält. Ohne eine deutliche Verjüngung der Lehrerkollegien und die Sicherung von ausreichend Lehrpersonal an den Schulen durch eine deutliche Steigerung bei Neueinstellungen kann der Bildungsauftrag künftig nicht mehr vollständig erfüllt werden.

„Die Vorstellung aus dem Personalentwicklungskonzept der Landesregierung, demnächst Schulbildung auch mit einigen tausend Lehrkräften weniger gestalten zu können, ist reines Wunschdenken und hat mit der Realität in den Schulen nichts zu tun“ sagte Lippmann.

Flankiert müsse dieser Strategiewechsel in der Personalpolitik durch Entlastung Älterer und eine präventive Gesundheitsfürsorge für alle werden. Außerdem seien die Schulen dringend von unnötigen Aufgaben zu entlasten und durch weitere pädagogische Fachkräfte (pädagogische Mitarbeiter, Schulsozialarbeiter) dauerhaft zu unterstützen.

„Zentrales Element des Kampfes gegen den Unterrichtsausfall bleibt aber eine kluge Neueinstellungspolitik“, betonte Lippmann. Die Wende müsse sofort eingeleitet werden, wenn der bereits entstandene Schaden nicht auf lange Sicht irreparabel werden solle.



Die GEW legte nachfolgende Daten und Fakten vor:

Die Fakten

Unterrichtsausfall

An Sachsen-Anhalts Schulen können immer mehr Unterrichtsstunden nicht planmäßig erteilt werden. Zuletzt war das mit mehr als einer Million Unterrichtsstunden fast jede 10. Unterrichtsstunde. Die Situation verschlechtert sich insbesondere seit dem letzten Schuljahr deutlich (Grafik 1). Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den Schulformen. Am günstigsten ist die Situation noch an den Grundschulen (ca. 7%), am ungünstigsten ist sie in den Gesamtschulen und Förderschulen (ca. 12%).

Durch die in den Schulformen sehr unterschiedlichen Möglichkeiten, den nicht planmäßig erteilten Unterricht durch andere reguläre Unterrichtsangebote zu ersetzen, verschärfen sich diese Ungleichheiten (Grafik 2). Eine für die Schulorganisation normale Situation von 1,5% – 2% nicht regulär erteilten Unterrichts findet man inzwischen nur noch an den Gymnasien. Die anderen Schulformen weichen davon deutlich (Sekundarschulen mit ca. 3% und Grundschulen mit ca. 4%) bzw. extrem ab (Gesamtschulen und berufsbildende Schulen ca. 5,5% und Förderschulen ca. 7,5%).

Bei einem durchschnittlichen Schuljahr mit etwa 37 Unterrichtswochen entsprach der nicht regulär erteilte Unterricht im vergangenen Schuljahr einem Umfang von:

ca. 1,0 Woche an Gymnasien und Sekundarschulen
ca. 1,5 Wochen an Grundschulen
ca. 2,0 Wochen an Gesamtschulen und berufsbildenden Schulen
ca. 3,0 Wochen an Förderschulen



Krankheit als Hauptursache

Für mehr als zwei Drittel des nicht planmäßig erteilten Unterrichts liegt die Ursache in der krankheitsbedingten Abwesenheit der Lehrkräfte (Grafik 3). Der Umfang des Unterrichtsausfalls durch die Krankheit von Lehrkräften hat zuletzt so stark zugenommen, wie noch nie und ist der Hauptgrund für die insgesamt schlechte Entwicklung bei der Unterrichtserteilung. Besorgniserregend ist besonders die starke Zunahme der langzeiterkrankten Lehrkräfte (Krankheiten über 6 Wochen), deren Anteil an der aktiven Lehrerschaft sich in den letzten sieben Jahren mehr als verdoppelt hat und sich mit 1,8% auf Rekordniveau befindet (Grafik 4).

Auch beim Umfang des krankheitsbedingten Unterrichtsausfalls zeigen sich deutliche Schulformunterschiede. Er hat mit zuletzt 8,5% an Förderschulen einen vorläufigen Höchststand erreicht und ist mit 5,5% an Grundschulen und Gymnasien noch am niedrigsten. Hinzu kommt noch der Unterrichtsausfall durch die Abwesenheit von Lehrkräften aus dienstlichen und anderen Gründen im Umfang von durchschnittlich 1,5%. Demgegenüber besteht das Ziel des Kultusministeriums bei der Personalplanung lediglich in der Sicherstellung einer Vertretungsreserve von landesweit 2,5%.

Negative Entwicklung der Altersstruktur

Wesentliche Gründe für diese negative Entwicklung liegen in der ungünstigen Altersstruktur des pädagogischen Personals (Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiterinnen) und in den konkreten Arbeitsbedingungen (Unterrichtsverpflichtung, Vertretungsunterricht, pädagogische Anforderungen, Schulorganisation). Immer mehr Lehrkräfte befinden sich dadurch in permanenten Überlastungssituationen.

Noch bis zum Schuljahr 1998 gab es eine ausgewogene Altersverteilung zwischen den unter 45jährigen und den über 45jährigen Lehrkräften. In den letzten 13 Jahren hat sich diese Altersverteilung dramatisch geändert. Während es mit etwas über 12.000 eine fast unveränderte Anzahl von über 45jährigen Lehrkräften gibt, hat sich die Zahl der unter 45jährigen Lehrkräfte von einstmals ebenfalls deutlich über 12.000 auf heute nur noch reichlich 3.000 reduziert. Statistisch gibt es derzeit an jeder Schule nur noch eine Kollegin bzw. einen Kollegen, der unter 40 Jahre alt ist (Grafik 5).

Trotz der jährlichen Neueinstellungen und des vorzeitigen Ausscheidens aus dem Schuldienst von vielen Tausend Lehrkräften (Abfindungen und Altersteilzeit) ist der Altersdurchschnitt der im Schuldienst aktiven Lehrkräfte ständig und massiv gestiegen (durchschnittlich um 0,5 pro Jahr) und liegt derzeit bei fast 50 Jahren (Grafik 6). Der bisherige Einstellungskorridor war bisher nicht ansatzweise ausreichend, um den Altersdurchschnitt in den Lehrerkollegien auch nur zu halten oder das Fortschreiten der Überalterung zumindest zu verlangsamen. Pressemitteilung der GEW
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24. Januar 2016 14:56:01
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06. November 2015 19:09:27
Hier gilt es, für die Hela zu voten: http://www.radiob.
..?refresh=5

28. Oktober 2015 20:31:24
Schüler der Hela in Bitterfeld bewerben sich für ein Konzert mit Glasperlenspiel an ihrer Schule. Bitte votet http://www.radiob.
..ndarschule

22. Juni 2015 17:45:11
hab ich da was mal wieder verpasst Angry Angry wo bleibt meine Mucke heullllllllllllll.
warn ne geile Zeit muss ich schon sagen

21. Juni 2015 13:06:08
Wird schon weiter gehen Grin aber erst einmal Kraft schöpfen für neue Aufgaben Wink

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