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1. Wolfener Filmtage
NewsWeil ein Verständnis für das dunkelste Kapitel Deutscher Geschichte gerade für junge Menschen besonders wichtig ist, wird es auch eine Veranstaltung für Schüler geben. Außerdem wird besonders in den Schulen geworben, um die die „Wolfener Filmtage“ zu nutzen, dass Stammpublikum zu verjüngen.
DAS PROGRAMM

Mittwoch, den 14.11. 2012

18:30 Uhr Begrüßung Paul Werner Wagner

Eröffnung der Filmtage durch den Uwe Holz (Leiter des Industrie- und Filmmuseum Wolfen), Dr. Ralf Schenk (Vorstand der DEFA-Stiftung - wird angefragt) und MdB Jens Korte

LEVINS MÜHLE (DEFA 1980) fa, 118 min

Drehbuch und Regie: Horst Seemann, ( nach dem gleichnamigen Roman von Johannes Bobrowski) Darsteller: Christian Grashof, Erwin Geschonneck, Katja Paryla, Fred Düren, Käthe Reichel, Ionka Iliewa, Rolf Ludwig, Eberhard Esche, Kurt Böwe,

Zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, in einem Dorf in Westpreußen. Dort leben Deutsche, Polen, Juden und Zigeuner. Der reiche deutsche Mühlenbesitzer Johann meint Sonderrechte zu haben. Der jüdische Bootsmüller Levin ist ihm ein Dorn im Auge. Er öffnet einfach das Wehr, so dass Levins Mühle weggeschwemmt wird. Die übrigen Dorfbewohner solidarisieren sich. Sie versuchen sich mit einer Klage vor Gericht zu wehren, ohne Erfolg. Die Klage wird abgewiesen, die Zigeuner werden verjagt, die polnischen Mühlenarbeiter entlassen, Josepha, die Predigersfrau, geht ins Wasser – zerbrochen an einer herzlosen Welt. Dennoch ist nicht alles beim Alten geblieben. Johann wird moralisch verurteilt. Der Aufenthalt im Dorf ist ihm verleidet. Er zieht weg in die Stadt. So ist sein Sieg auch eine Niederlage.

Der zum Teil autobiographische Roman 'Levins Mühle' von Johannes Bobrowski hievte den Autor 1964 auf den Zenit seines Erfolges. Das Werk zählte in den 60er Jahren zu den wichtigsten Beiträgen zum Thema Vergangenheitsbewältigung. Fünfzehn Jahre später adaptierte Regisseur Horst Seemann den literarischen Stoff. Die ausgewogene Mischung aus Unterhaltung und Anspruch machten den Film zu einem seiner größten künstlerischen und kommerziellen Erfolge. „Am Ende der siebziger Jahre entdeckt Seemann die poetische und tragische Welt des Johannes Bobrowski im europäischen Osten: seine Romanverfilmung 'Levins Mühle' gerät zu einer vitalen optisch-musikalischen Adaption.“ Klaus Wischnewski

Gesprächspartner: Christian Grashof


Donnerstag, den 15.11. 2012

11:00 Uhr Veranstaltung für Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasium Wolfen

DER UNTERTAN (DEFA 1951) s/w, 109 min

Regie: Wolfgang Staudte, Drehbuch Wolfgang Staudte, Fritz Staudte (nach dem gleichnamigen Roman von Heinrich Mann), Kamera: Robert Baberske, Darsteller: Werner Peters, Paul Esser, Blandine Ebinger, Carola Braunbock, Renate Fischer, Sabine Thalbach, Raimund Schelcher,

Diederich Heßling ist so, wie ein guter preußischer Untertan sein sollte. Er ist autoritätsgläubig, lernt aber, dass es am angenehmsten ist, wenn man auch entsprechende Macht besitzt. Dass man auch der Macht dienen muss, wenn man selber in Bezug auf Macht vorankommen möchte, lernt er ebenso: Nach oben buckeln und nach unten treten. Er schmeichelt sich deswegen beim Regierungspräsidenten von Wulckow ein. Unter dessen Schutz intrigiert er gegen Konkurrenten und paktiert mit in seiner Papierfabrik arbeitenden, von ihm abhängigen Sozialdemokraten. Am Höhepunkt seiner Macht ist er angekommen, als er ordensgeschmückt in einem aufziehenden Gewitter ein Kaiserdenkmal einweihen und sich hier chauvinistisch in Rage reden kann. Die klare politische Botschaft der Schlussszene wird da deutlich, wo aus dem anschwellenden Getöse des Donners und des Heulens des Windes dann als Fanal die Fanfare der NS-Wochenschau wird.

Der Film ist ein Meisterwerk. Zur Botschaft des Films sagte Staudte: „Ich will die Bereitschaft gewisser Menschen um 1900 zeigen, die über zwei Weltkriege hinweg zum Zusammenbruch Deutschlands im Jahre 1945 führte. Es soll eine Weiterführung meiner Anklage gegen diese Kreise und eine Warnung vor diesen Menschen sein, wie ich es schon in dem Film ‚Die Mörder sind unter uns‘ ausdrücken wollte.“

Gesprächspartner: Dr. Rainer Karlsch


18:30 Uhr ABSCHIED (DEFA 1968) s/w, 106 min

Regie: Egon Günther, Drehbuch: Günter Kunert und Egon Günther (nach dem gleichnamigen Roman von Johannes R. Becher), Darsteller: Jan Spitzer, Heidemarie Wenzel, Rolf Ludwig, Katharina Lind, Jürgen Heinrich, Manfred Krug, Mathilde Danegger, Doris Thalmer

Hans Gastl, Sohn eines Staatsanwaltes wächst im München vor dem Ersten Weltkrieg in saturierten Verhältnissen auf. Die Strenge des Vaters und dessen Scheinmoral – Amüsement mit "leichten Mädchen" – verstricken ihn in Widersprüche mit sich selbst und seinem Elternhaus. Er sucht Zuflucht bei einer Prostituierten, die zwar noch Kraft für echte Gefühle hat, aber nicht die Kraft, sich aus ihrem Milieu zu lösen. Gastl findet neue Freunde unter Künstlern. Doch der Krieg macht aus einigen von ihnen – einst expressive Kriegsgegner – fanatische Kriegsbejaher. Der Künstler Sack, ein Dichter, bleibt sein einziger Gefährte. Hans Gastl trennt sich schließlich von Kindheit, Jugend, Eltern und Freunden, um seinen eigenen Weg zu suchen.

Die in ABSCHIED satirisch vorgeführte antibürgerlich und pazifistisch Haltung stieß 1968 bei den DDR-Oberen – zumal unmittelbar nach dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen in die CSSR – auf erhebliches Misstrauen. Bei der Premiere verließ Parteichef Walter Ulbricht mit den Mitgliedern des Politbüros unmittelbar vor Beginn des Films demonstrativ das Kino. Der Film wurde nach wenigen Wochen Laufzeit abgesetzt und nur noch für Einzelvorführungen zugelassen. „Der zum zehnten Todestag von Johannes R. Becher gedrehte Film übernahm Züge des Bildungs- und Erziehungsromans und verdeutlichte durch poesievolle Bilder - vor allem in den Traumsequenzen -, ungewöhnlich freie erotische Szenen sowie ironisierende, satirische Akzente den "Weg zum Anderswerden". Lexikon des Internationalen Films



Gesprächspartner: Egon Günther


Freitag, den 16.11. 2012

18:30 Uhr ROSA LUXEMBURG (D 1986) fa, 123 min

Drehbuch und Regie: Margarethe von Trotta, Darsteller: Barbara Sukowa, Otto Sander, Daniel Olbrychski, Jürgen Holtz, Winfried Glatzeder

In opulenten Bildern erzählt die Filmemacherin Margarethe von Trotta die bewegte Lebensgeschichte der kämpferischen Sozialistin Rosa Luxemburg, die 1870 geboren und 1919 von rechten Freicorps-Offizieren ermordet wurde. In einer Mischung aus Spiel- und Dokumentarszenen versucht der Film, sowohl die politische, als auch die private Seite der legendären Streiterin der Arbeiterbewegung und Kriegsgegnerin Luxemburg anschaulich zu machen.

„Die behutsame und gefühlsstarke Frauenbiografie legt das Augenmerk weniger auf historische Vollständigkeit, nähert sich vielmehr in erster Linie den persönlichen inneren Beweggründen politischen Handelns. Einfühlsam in Inszenierung, Spiel und Fotografie, überzeugt der Film inhaltlich als Besinnung auf Zivilcourage, unbestechliche politische Moral sowie auf den Mut zu utopischem Denken.“ Lexikon des Internationalen Films

Gesprächspartner: N.N.



Sonnabend, den 17.11. 2012

18:30 Uhr MEPHISTO (D 1981) fa, 145 min

Regie: Istvan Szabo, Drehbuch: Istvan Szabo, Peter Dobai (nach dem gleichnamigen Roman von Klaus Mann), Darsteller: Klaus Maria Brandauer, Rolf Hoppe, Krystyna Janda,

Der Hamburger Schauspieler Hendrik Höfgen kommt in den Zwanziger Jahren nach Berlin ans Staatstheater. Er feiert große Erfolge und spielt schließlich sogar seine Traumrolle, den Mephisto in Goethes "Faust". Als die Nazis die Macht übernehmen, muss sich Höfgen entscheiden, ob er mit der Familie seiner Frau nach Paris ins Exil geht oder in Berlin bleibt, wo er als linker Schauspieler in Ungnade gefallen ist. Lotte Lindenthal, eine mittelmäßig begabte Schauspielerin und Freundin eines mächtigen Luftwaffengenerals, bringt ihm die Lösung:

Als seine Partnerin lässt sie ihre Beziehungen spielen und öffnet ihm alle Türen zum Erfolg. Höfgen wird Intendant des Staatstheaters. Während er immer einsamer wird, versucht er, vom Regime Verfolgte am Theater zu halten. Bis er in Konflikt mit dem General gerät...

„Der ungarische Regisseur Istvan Szabo erweitert die Geschichte zum Modellfall und reflektiert über die Beziehungen und Widersprüche zwischen Kunst und Politik Moral und Macht, Identität und Rollenspiel. Dialektisch im Aufbau, facettenreich in der visuellen Umsetzung, herausragend in der Darstellung der Titelrolle.“ Lexikon des Internationalen Films

Gesprächspartner: Rolf Hoppe


Sonntag, den 18.11. 2012 SONNTAGS-FILM-MATINEE

11:00 Uhr DER FALL GLEIWITZ (DEFA 1961) s/w, 70 min

Regie: Gerhard Klein, Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase und Günter Rücker, Darsteller: Hanjo Hasse, Hilmar Thate, Herwart Grosse, Rolf Ludwig

Im oberschlesischen Gleiwitz nahe der polnischen Grenze wird von den Nazis in der Nacht vom 31. August zum 1. September 1939 der Überfall auf den deutschen Rundfunksender inszeniert, um vor der Weltöffentlichkeit den Überfall auf Polen zu rechtfertigen. Beauftragt damit ist SS-Hauptsturmführer Naujoks. Polnisch sprechende Volksdeutsche aus der SS-Fechtschule spielen die polnischen Angreifer. Ein deutscher KZ-Häftling, in polnische Uniform gekleidet, wird erschossen am Sender zurückgelassen.

Aufgrund seiner experimentellen Form wurde der Film von maßgeblichen DDR-Kulturfunktionären abgelehnt und vergleichsweise selten gezeigt.

„Der beeindruckende Film, ein Gleichnis auf mechanische Befehlsvollstreckung in einer totalitären Diktatur, überzeugt durch seine kühlen, geometrischen Bilder und eine Regie, die von allen Nebensächlichkeiten abstrahiert.“ Lexikon des Internationalen Films
Gesprächspartner: Wolfgang Kohlhaase
Eintritt: 7 €
Dauerkarte für alle Veranstaltungen: 25 €
Kurator und Moderator der Veranstaltungsreihe: Paul Werner Wagner
Änderungen vorbehalten!
Weitere Informationen und das Programm finden Sie auf Link
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24. Januar 2016 14:56:01
Buchempfehlung des Newcomers Stefan Schmahl: [url]http://www.am
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inder-Ph%C3%A4nome
num-I-Stefan-Schma
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6&keywords=stef

06. November 2015 19:09:27
Hier gilt es, für die Hela zu voten: http://www.radiob.
..?refresh=5

28. Oktober 2015 20:31:24
Schüler der Hela in Bitterfeld bewerben sich für ein Konzert mit Glasperlenspiel an ihrer Schule. Bitte votet http://www.radiob.
..ndarschule

22. Juni 2015 17:45:11
hab ich da was mal wieder verpasst Angry Angry wo bleibt meine Mucke heullllllllllllll.
warn ne geile Zeit muss ich schon sagen

21. Juni 2015 13:06:08
Wird schon weiter gehen Grin aber erst einmal Kraft schöpfen für neue Aufgaben Wink

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