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Comics auf der Überholspur Felix Giesa, Köln, und Kristin Eckstein, Hamburg, von der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) über die Comicszene in Deutschland.
NewsFelix Giesa und Kristin Eckstein sind Mitglieder der Gesellschaft für Comicforschung in Frankfurt. Sie beschäftigen sich täglich mit der Comicszene sowie mit der technologischen und soziokulturellen Ebene, mit der Philosophie, Geschichte und Ästhetik von Medien. Felix Giesa ist zweiter Vorsitzender der Gesellschaft für Comicforschung. Er beschreibt seine Affinität zur Comic-Szene folgendermaßen: „Der Reiz liegt ganz klar darin, die Comicforschung in Deutschland weiter vorantreiben zu können und unsere Gesellschaft international zu vernetzen. In den letzten Jahren wurden hier viele wichtige Weichen gestellt, an denen die ComFor einen großen Anteil hat. Demnächst wird sich die ComFor in einen eingetragenen Verein umwandeln, was für uns eine weitere Professionalisierung bedeutet.“ Zur Bedeutsamkeit der beliebten Bildgeschichten für Kinder und Jugendliche äußert sich Kristin Eckstein, die bei der ComicFor für die redaktionellen Rezensionen zuständig ist, wie folgt: „Ich bin zwar keine Leseforscherin, würde aber mutmaßen, dass Comics und Manga durchaus in der Lage sind, leseunwilligen Kindern und Jugendlichen bestimmte Themen nahezubringen und eventuell auch dazu anregen können, sich mit dem Originalstoff der Geschichte auseinanderzusetzen. Ein Beispiel wären die zahlreichen Adaptionen des „Alice in Wonderland“-Stoffes oder der Manga „Die Wolke“ von Anike Hage, nach dem Original von Gudrun Pausewang.“

Faszination Manga ungebrochen

Die allgemeine Käufernachfrage und Tendenz der Leserschaft richtet sich immer noch an die asiatischen Comics, die auf dem deutschen Markt erhältlich sind. „Alle mir bekannten Zahlen deuten darauf hin, dass Manga nach wie vor den größten Umsatzanteil der Comicbranche hierzulande ausmachen. Superheldencomics haben es dagegen deutlich schwerer und auch amerikanische Graphic Novels verzeichnen nur vereinzelt nennenswerte Auflagen“, so Giesa. Eckstein erklärt diesen Trend. „Für die Faszination am Manga gibt es mehrere potenzielle Gründe: Zum einen dient er als bewusste Abgrenzung zur Welt der Erwachsenen, da der japanische Comic völlig anders aufgebaut ist als westliche Comics und von Erwachsenen daher eher mit Argwohn betrachtet wird. Außerdem behandeln Manga sehr authentisch und auch metaphorisch klassische Belange der Jugend, zum Beispiel emotionale Probleme der Adoleszenz, Furcht vor der Leistungsgesellschaft,

(Homo-)Sexualität oder spezifische Tabuthemen. Der Manga kann aber auch schlicht dem Eskapismus, also der Flucht aus der realen Welt, dienen.“

Die besondere Kraft des Zeichenstils

Durch die besonderen Illustrationen und Erzählweisen besitzen Comics vor allem für junge Leser eine besondere Anziehungskraft. Comiczeichner verfügen über das Talent, unabhängig von Sprache mit wenigen Strichen ein ganzes Universum zu schaffen. Felix Giesa betont außerdem, dass „die Sprache in Verbindung mit Comicbildern gleichzeitig die Kraft besitzt, weit über das rein geschriebene Wort hinauszugehen. Die dabei zur Verfügung stehenden Mittel, etwa die der Panelgestaltung, des Seitenlayouts oder auch des Zeichenstils, ermöglichen eine völlig eigenständige Erzählkunst.“

Auch die Entwicklung des Szenenbildes im Manga hat seine ganz eigene Tradition. „Generell kann man sagen, dass hierzulande mittlerweile von einer eigenen Comictradition gesprochen werden kann. Die Arbeiten der sogenannten Comic-Avantgarde der 1990er Jahre, sowie die Arbeiten der jungen Zeichner nach der Jahrtausendwende, die größtenteils an Kunsthochschulen studiert haben, zeugen deutlich von einer nunmehr eigenen Bildgeschichten-Tradition“, erklärt Giesa.

Kristin Eckstein fügt hinzu, dass sich speziell die Manga-Szene durch ihre hohe Kreativität und Aktivität auszeichnet. „Nicht umsonst entstammen ausnahmslos alle kommerziellen deutschen Manga-Zeichner der Fan-Szene und haben zuvor online und offline Dôjinshi, im Selbstverlag herausgegebene Mangas, publiziert und verkauft. Gerade auf Conventions oder auf den großen Buchmessen zeigt sich die Kreativität anhand von Cosplay, Musicals und Rollenspielen, selbstpublizierten Büchern und Fan-Artikeln. Auch die Qualität der Geschichten, die unabhängig oder kommerziell publiziert werden, hat sich in den letzten zehn Jahren enorm gesteigert.“

Eckstein erklärt abschließend, wie sie als langjähriger Comic-Fan zu diesem Genre steht: „Als Mitglied der Fangemeinde seit über zehn Jahren kann ich ausgehend von mir selbst sagen, dass sich mit dem Älterwerden nicht viel ändert; natürlich greift man nicht mehr nur zum klassischen Manga für Jugendliche, sondern interessiert sich für vielschichtigere Geschichten – aber der Satz ‚Ich bin jetzt erwachsen, also kann ich keine Comics/Manga mehr lesen‘ ist zum Glück noch nie über meine Lippen gekommen.“

Vom 13. bis 16. März 2014 findet die Manga-Comic-Convention (MCC) erstmals in Leipzig im Verbund mit der Leipziger Buchmesse statt. Als erste Themen-Veranstaltung des Jahres präsentiert sie die Neuheiten, Trends und Aktionen rund um Anime, Manga, Comic, Cosplay, Mode und Zeichenzubehör. Kristin Eckstein ist zur MCC am 14.3. zu Gast. Zwischen 15.00 und 16.00 Uhr hält sie im Comic-Forum Schwarzes Sofa, Halle 1, Stand H400 einen Vortrag über SHOJO-Manga. www.leipziger-messe.de
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24. Januar 2016 14:56:01
Buchempfehlung des Newcomers Stefan Schmahl: [url]http://www.am
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num-I-Stefan-Schma
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6&keywords=stef

06. November 2015 19:09:27
Hier gilt es, für die Hela zu voten: http://www.radiob.
..?refresh=5

28. Oktober 2015 20:31:24
Schüler der Hela in Bitterfeld bewerben sich für ein Konzert mit Glasperlenspiel an ihrer Schule. Bitte votet http://www.radiob.
..ndarschule

22. Juni 2015 17:45:11
hab ich da was mal wieder verpasst Angry Angry wo bleibt meine Mucke heullllllllllllll.
warn ne geile Zeit muss ich schon sagen

21. Juni 2015 13:06:08
Wird schon weiter gehen Grin aber erst einmal Kraft schöpfen für neue Aufgaben Wink

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