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Artist of the Week – Nicki Pawlow
NewsInterview von Dessislava Berndt mit der Autorin Nicki Pawlow
Sie waren Pressesprecherin in der Politik, Zeitungsreporterin, Referentin in der politischen Erwachsenenbildung, Geschäftsführerin einer Film- und Fernsehproduktion, Redakteurin, Moderatorin und seit 2000 sind Sie freie Autorin. Warum haben Sie sich letztendlich für das Schreiben entschieden?
Ich habe schon immer geschrieben. Auch in all den Berufen, die ich früher ausgeübt habe. Mir fiel Schreiben immer wesentlich leichter als Rechnen. Ich kann mit Buchstaben viel besser umgehen, als mit Zahlen. Schon als Kind schrieb ich hinreißende Schulaufsätze, fehlerlose Diktate und kleine Geschichten nur für mich. Mit Mathematik hingegen musste ich mich immer sehr abmühen.
Als ich älter wurde, glaubte ich, mein Glück im Journalismus finden zu können. Ich arbeitete als Reporterin bei einer Boulevardzeitung, später beim Fernsehen. Ich lernte, komplexe Sachverhalte in kurze Sätze zu packen. Doch ich merkte, dass es mich viel mehr drängte, komplexe Sachverhalte in umfangreichen Texten auszudrücken. Und ich wollte nicht mehr länger über andere Leute und Sachen schreiben und berichten, sondern meine eigenen Geschichten erzählen. So begann ich neben der Arbeit, Anfang der 90er Jahre, mit dem Schreiben erzählender Prosa. Und seit 2000 mache ich das hauptberuflich.

Über was oder wen schreiben Sie am liebsten?
Über das pralle Leben mit all seinen Facetten. Über Menschen, die keine Helden sind, sondern Leute wie du und ich. Über deren Alltag. Über die „große“ Geschichte, die sich in den kleinen Geschichten des Alltäglichen ausdrückt. Frei nach dem Motto des großen Komikers Karl Valentin: „Jedes Ding hat drei Seiten – eine positive, eine negative und eine komische.“
Und natürlich greife ich dabei auch auf Autobiografisches zurück. Jede und jeder der schreibt, schreibt auch immer über sich selbst. Das ist jedenfalls meine Erfahrung. Das Selbsterlebte mischt sich natürlich im Laufe der Arbeit an einem Roman mit Inhalten die erdacht, gehört, aufgeschnappt, recherchiert werden. Es entsteht dann eine ganz eigene „wilde“ Mischung. Vermutlich funktioniert so Literatur.

Seit 2006 veranstalten Sie den Künstlersalon SÜ36, bei dem Schriftsteller und Schauspieler ihre Werke und Aufführungen öffentlich vorstellen können. Wie kam es dazu?
Im Mai 2006 kam mir die Idee, für eine befreundete Kollegin eine Lesung in unserem Wohnzimmer zu organisieren. Sie brachte gerade ein neues Buch heraus, ich wollte sie unterstützen. Ich lud 45 Nachbarn und Freunde ein. Es wurde ein toller Abend, mit Lesung, Gespräch, Buffet und ungewöhnlich vielen verkauften Büchern. Anschließend sagte ich zu meinem Mann: Wieso machen wir das eigentlich nicht öfter?
Und so kam es dann. Der Künstlersalon SÜ36 war geboren. Inzwischen haben wir seinen 5. Geburtstag gefeiert. Der Salon ist eine Art Geheimtipp geworden. Künstler aus dem ganzen Land möchten auf meinem Wohnzimmerteppich auftreten und weil unser Raum begrenzt ist, kann ich gar nicht mehr alle Zuhörer einladen, die gern kommen würden.
Der Charme des SÜ36 liegt vor allem darin, dass es eine rein private Veranstaltung ist. Anstatt Eintritt zu zahlen, bringt jeder Gast etwas Selbstgemachtes für das Buffet mit. Und auch das Buffet ist inzwischen legendär, sage ich Ihnen! Das Publikum besteht zur einen Hälfte aus Stammgästen, zur anderen Hälfte aus Neuzugängen. Die Nachbarn sind froh und dankbar, dass in ihrer kleinen Straße Kultur geboten wird. Wir wohnen ja hier am Rande der großen Stadt und die kulturellen Zentren Berlins liegen nicht eben vor der Tür.

Wer kann mitmachen?
Ich lade gern befreundete Künstlerinnen und Künstler ein, um Ihnen ein Forum zu bieten. In unserem Wohnzimmersalon herrscht eine besonders innige und herzliche Atmosphäre. Alle, die bisher im SÜ36 aufgetreten sind, haben danach gesagt, dieser Abend sei für sie großartig gewesen. Obwohl das Publikum dem Künstler sozusagen „auf dem Schoss“ sitzt.
Das Schöne dabei ist, dass der SÜ36 offen ist für alle Kunstrichtungen. Zwar biete ich schwerpunktmäßig literarische Lesungen an, habe aber auch Theaterstücke, Musical-Aufführungen, Singabende im Programm. Ganz wie es gefällt. Nun besucht uns bald ein Comedian und für 2012 ist mal eine Lesung mit bekannten Synchronsprechern geplant.
gefunden und mehr unter: http://www.public-republic.de/artist-of-the-week-%E2%80%93-nicki-pawlow.php#more-4386
Unser Interview mit Nicki Pawlow ist in unserem Download-Bereich abrufbar.
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24. Januar 2016 14:56:01
Buchempfehlung des Newcomers Stefan Schmahl: [url]http://www.am
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num-I-Stefan-Schma
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6&keywords=stef

06. November 2015 19:09:27
Hier gilt es, für die Hela zu voten: http://www.radiob.
..?refresh=5

28. Oktober 2015 20:31:24
Schüler der Hela in Bitterfeld bewerben sich für ein Konzert mit Glasperlenspiel an ihrer Schule. Bitte votet http://www.radiob.
..ndarschule

22. Juni 2015 17:45:11
hab ich da was mal wieder verpasst Angry Angry wo bleibt meine Mucke heullllllllllllll.
warn ne geile Zeit muss ich schon sagen

21. Juni 2015 13:06:08
Wird schon weiter gehen Grin aber erst einmal Kraft schöpfen für neue Aufgaben Wink

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