Über 410.000 Sachsen-Anhalter nutzten im Jahr 2011 die Angebote der Verbraucherzentrale Sachsen- Anhalts Verbraucherzentrale legt Jahresbericht 2011 vor
Geschrieben von Cherry am 23. Mai 2012 08:42:58
(verbraucherzentrale / 16.05.2011) Auch 2011 war die Verbraucherzentrale als Problemlöser und Dienstleister gefragt: 410.715 Verbraucher ließen sich beraten, nutzten die Informations- und Bildungsangebote, fragten um Rat oder erwarben Broschüren und Ratgeber. Mit individuellen Lösungen für aktuelle Probleme reagierten die Verbraucherschützer auf Anfrage. Mehr als 37.000 mal berieten die Experten im persönlichen Gespräch, per Telefon, online oder per Schriftverkehr. 250.850 Besucher wurden auf der Homepage der Verbraucherzentrale registriert.
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In der Verbraucherrechtsberatung führen untergeschobene Verträge und Gewinnspiele das Ranking der Nachfrage an. Unter Federführung der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt wurden bundesweit Verbraucherbeschwerden zum Thema Inkasso untersucht: Verbraucher fühlen sich durch unseriöses Inkasso bedroht und eingeschüchtert.

Nachfolgend einige weitere Beratungsschwerpunkte:
Rat Suchende sprachen häufig von Telefonterror durch unerlaubte belästigende Anrufe.
Massive Beitragserhöhungen für privat Krankenversicherte führten oftmals zu Zukunftsangst der Betroffenen.
Um steigenden Energiepreisen zu begegnen, empfahlen die Verbraucherschützer, den Anbieter zu wechseln und informierten über mögliche Risiken.
Nach wie vor verfolgen dynamische Promoter nur ein Ziel: Aboverträge auf Biegen und Brechen.
Dubiose Geschäftemacher versprachen wertvolle Gewinne und Geschenke - die Verbraucher wurden auf Verkaufsveranstaltungen jedoch häufig mit überteuerten Produkten konfrontiert.
Vor allem ältere Menschen gerieten zunehmend wieder ins Visier von Banken und Sparkassen und müssen um ihre Ersparnisse bangen.
Im Internet meldeten sich arglose Surfer auf besonders gestalteten Seiten an und landeten – ohne einen Vertragsabschluss zu erkennen – in der Kostenfalle.
Telefonabzocker probierten es gern unter falschem Namen: Um Vertrauen zu erwecken, stellten sie sich als "Verbraucherzentrale" vor oder meldeten sich als Gericht, Polizei oder andere Behörde.
Böse Überraschungen erlebten Kunden, die ihr Girokonto auf ein Pfändungsschutz-Konto umstellten

Die Verbraucherzentrale warnte vor Gesundheitsgefahren im Internethandel.
Allen Informations- und Kennzeichnungsvorschriften zum Trotz fühlen sich Verbraucher getäuscht, weil eine ganze Reihe von Lebensmitteln attraktiver dargestellt werden als sie tatsächlich sind.

Unter dem Motto „Verbraucheraufklärung zum nachhaltigen und klimagerechten Leben“ wurde ein vom Land gefördertes Projekt realisiert.

Weitere aktionsorientierte Verbraucheraufklärung leistete die Verbraucherzentrale bei Themen wie gesunde Ernährung, Nachhaltigkeit und Umwelt sowie Energie.

Auf 34 Beratungsstandorte konnte die Verbraucherzentrale in 2011 ihr Angebot an Energieeinsparberatung ausweiten. Erstmals bieten damit alle Beratungsstellen diese Spezialberatung an.

Der vollständige Jahresbericht kann im Internet unter www.vzsa.de nachgelesen oder heruntergeladen werden.